hoffnung#dasdingmitfedern

Regie: Sandra Rasch

Hope’ is the thing with feathers—
That perches in the soul—
And sings the tune without the words—
And never stops—at all—

„Hoffnung“ ist das Ding mit Federn –
Das lässt sich in der Seele nieder –
Und wortlos singt es Melodien –
Und nie verstummt es – jemals wieder –

(Emily Dickinson)

Viele Jugendliche haben einen Plan fürs Leben oder sogar einen Traum. Doch was passiert, wenn der Plan nicht gelingt oder der Traum zerplatzt? Wenn man plötzlich einen Verlust erleidet? Oft tut sich dann eine Leerstelle auf, die nach und nach gefüllt wird – mit Wut, Melancholie und Schmerz, aber auch mit leisen Gedanken, mit einem nachdenken über das Leben und neuen Plänen für die Zukunft. In einer Welt die uns mehr und mehr in eine bestimmte gesellschaftliche Norm drängt, ist es oft schwer, diese Gefühle zuzulassen. Aber vielleicht ist Trauer ja für etwas gut? Vielleicht entwickelt sich aus Trauer so etwas wie Hoffnung? Vielleicht liesse sich einfacher mit Trauer umgehen, wenn man sich vorstellen würde, sie wäre ein Tier- ein apathischer Pudel, eine schlechtgelaunte Krähe oder ein überdrehter Papagei?

Wir verschieben die Premiere auf das Ende des Jahres und sind nicht stolz darauf, dass das Thema „Hoffnung“ auf einmal durch Corona einen neuen Kontext bekommt, der sich in der Ästhetik und Form der Stückentwicklung widerspiegeln wird.

Bühne, Kostüm : Stephanie Karl