Der eingebildete Kranke

Regie: Jacob Höhne

Der eingebildete Kranke – Eine Pop-Oper nach Molière

Wir werden sterben! So. Jetzt ist es raus. Auch wenn wir meist ganz gut darin sind, unsere Sterblichkeit zu verdrängen – so ein globaler Virus holt auch noch die begnadetsten Verdrängungskünstler*innen auf den Boden der biologischen Tatsachen zurück. Andererseits beneiden uns die Götter nicht gerade um unsere Sterblichkeit? Argan, der eingebildete Kranke, ist so ein Kandidat, der seine eigene Endlichkeit nicht akzeptiert. Mit seiner Angst vor dem Tod fühlt er sich alleingelassen, alle Hoffnung hängt er an die vermeintlich positive Wirkung von Klistier und Aderlass. Schau’n mer mal. Folgendes könnte jedoch Mut machen, so lange wir noch Angst vor dem Tod haben, leben wir immerhin noch. Allerdings lieferte schon die Uraufführung von 1673 makabere Schlagzeilen. Molière, der selbst den eingebildeten Kranken spielte, erlitt während der vierten Vorstellung einen schweren Blutsturz und verstarb noch in seinem Kostüm.

In unserer musikalischen Fassung dieser großen Komödie ist „Der eingebildete Kranke“ ein Musical, ein Inklusical, eine Pop-Oper, eine Groteske über die leuchtende Liebe und den lachenden Tod.

 

Gäste: Claudia Graue, Leo Solter
Musik: Micha Kaplan
Bühne: Gero Kindermann
Kostüme: Beatrix Brandler
Dramaturgie: Steffen Sünkel
Musikalische Einstudierung : Johanna Peine
Technische Leitung : Jan Langebartels
Regieassistentinnen : Jana Prigge, Vicki Steinmüller
Regiehospitantin : Charlotte Kachelmann