Der Ring

Eine Pop-Oper nach Richard Wagner

Regie: Jacob Höhne

21 Downbeat feat. Jens Friebe

Koproduktion Pop-Kultur Festival 2019

„Der Ring des Nibelungen“ handelt nicht nur von einem spektakulären Goldraub, sondern erzählt darüber hinaus gleich das welthaltige Schicksal der Menschheit. Wagners Opernzyklus ist ein monumentales Märchen mit zahlreichen Zwergen, Riesen, Drachen, Göttern und natürlich dem titelgebenden Ring, der seine wechselnden Träger ins Unglück stürzt. Mit 130 beteiligten Musiker*innen und einer Aufführungsdauer von 20 Stunden sprengte das Werk 1876 alle gewohnten Dimensionen. Und man muss schon auch sagen: „Der Ring“ zieht sich ein bisschen. Höchste Zeit also, das Ding auf zeitgenössische Konzertlänge zu bringen: Wir schmeißen die Wind- und Nebelmaschine an, drücken fast forward, pflügen durch den Rasen vom grünen Hügel und erzählen den kompletten „Ring“ als theatralische Pop-Oper in 60 Minuten. Neben der RambaZamba Band 21 Downbeat wird dieses Mal der Musiker Jens Friebe dabei sein. Keiner verbindet Hoch- und Populärkultur und die globalen Schicksale der Welt so gekonnt wie er. Wer’s nicht glaubt, höre sein großartiges aktuelles Album „Fuck Penetration“.

Eine Koproduktion mit dem Festival Pop-Kultur, ermöglicht mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

PRESSESTIMMEN

» … Songschreiber und Indie-Pop-Musiker Friebe hat zusammen mit der Band 21 Downbeat Wagners größenwahnsinniges, 16-stündiges Werk auf 60 Minuten geschrumpft. Die zehn Musiker auf der Bühne im Kesselhaus der Kulturbrauerei hätte Wagner bei seiner Inszenierung allein für sechs Harfen und vier Tenor- und Basstuben gebraucht. Doch Friebe und die Hausband des inklusiven Rambazamba-Theaters haben den Helden und Göttern eine knackige Fassung abgerungen.

Wer Wagners Opulenz nicht mag oder sich an den oft geschundenen Frauenfiguren in seinem Werk stört, darf aufatmen. Brünnhilde steht ihre Frau in dieser Neufassung, die sich insgesamt durch musikalische Ironie, manchmal auch Demontage auszeichnet. So klingt der berühmte Walkürenritt eher nach Italo-Western und Alberichs Tarnhelm bekommt eine schöne Technohymne verpasst. An dramatischen Wende- und Höhepunkten mangelt es trotzdem nicht. Zumal die Geschichte auch noch auf der Leinwand nacherzählt wird – auf wilde, witzige und erotische Weise vom Rambazamba-Ensemble.«

Steen Lorenzen, rbb24

 

Gäste: Stefan Dohanetz, Jens Friebe, Leo Solter
Musikalische Leitung: Jens Friebe, Leo Solter
Kostüme: Beatrix Brandler
Dramaturgie: Steffen Sünkel
Video: Mit: Debrecina Arega, Christian Behrend, Grit Burmeister, Eva Fuchs, Mario Gaulke, Sven Hakenes, Tobias Kreßmann, Dirk Nadler, Joachim Neumann, Sascha Perthel, Andreas Rosenzweig, Zora Schemm, Jonas Sippel, Shirley Klengel / Regie und Schnitt: Jacob Höhne / Kamera: Esther Roth, Hannah Luise Thiele / Licht: Amelie Boitz, Lars Peiler, Jan Langebartels / Szenenbild: Alexander Maier / SFX: Sebastian Czymay, Guido Gallwitz, David Lippkow / Bühnenbau: Klaus Bergert, Stephan Koch, Andreas Maringer, Armin Hermann / Maskenbau: Kathrin Schittkowski / Drachenbau: Andreas Maringer, Armin Hermann / Klappe: Jasmin Kittel, Cornelia Birkfeld / Regieassistenz: Vicki Steinmüller, Leonie Volke / Filmassistenz: Elisabeth Conradi / Bandassistenz: Kathrin Veith, Birte Rüster