RZt
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Spielzeit 2026/27
Richard III Regie: Julia Wissert
Spielzeit 2024/25
FRISCH gefragt! Regie: Lillian Bocksch, Sascha Vajnstajn
Tango Regie: Tom Kühnel
Musikantenstadl Regie: Rainald Grebe
Herrlichkeit 1 und 2 Regie: Jacob Höhne
Superwomen Regie: Jorinde Dröse
Hospital der Geister Regie: Jan-Christoph Gockel
Mord im Regionalexpress  Regie: Milan Peschel
Metamorphosen des Wassers  Regie: Frank Raddatz
Sein oder Nichtsein Regie: Klaus Pohl
Spielzeit 2023/24
Spielzeit 2022/23
Schwärmen Regie: Kirsten Burger
EIN SPORTSTÜCK Regie: Höhne, Glanz, Kuhlmann, Rieck, Straßenberg, Witt
Billy Backe Regie: Jorinde Dröse
Anwälte der Natur Regie: Frank Raddatz
Spielzeit 2021/22
Cold Cases: Antike Regie: Matthias Mosbach
Mujer Regie: Sara Lu
Die Ratten Regie: Lilja Rupprecht
Golem Regie: Jacob Höhne
Spielzeit 2020/21
hoffnung#dasdingmitfedern Regie: Sandra Rasch
Der eingebildete Kranke Regie: Jacob Höhne
Geh, Fühle! - Tanztheater Regie: Sandra Rasch/Oana Cirpanu
Spielzeit 2019/20
Der  Drache Regie: Matthias Mosbach
Hi Freaks VI Regie: div.
Hi Freaks V Regie: div.
Lulu Regie: Jacob Höhne
Spielzeit 2018/19
frankenstein 
#createyourown
Regie: Sandra Rasch
ghostdance Regie: Andreas Spechtl & Thomas Köck
Der nackte Wahnsinn Regie: Jacob Höhne
Don Juan Regie: Konrad Wolf
Antigone Regie: Lilja Rupprecht
Hi Freaks I-IV Regie: div.
Heroes Regie: Sara Lu, Rubén Nsue
Rausch Royal Regie: Jacob Höhne
Spielzeit 2017/18
Dekameron Regie: Thomas Bo Nilsson, Julian Wolf Eicke
Moby Dick Regie: Jacob Höhne
Pension Schöller Regie: Jacob Höhne
Die Frauen vom Meer Regie: Lilja Rupprecht
Die Nibelungen Regie: Jonas Sippel
Die Räuber Regie: Jacob Höhne
Spielzeit 2016/17
Schwestern Regie: Jacob Höhne
DADA-Diven Regie: Gisela Höhne
Philoktet Regie: Jacob Höhne
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RambaZamba Theater Schönhauser Allee 36–39 10435 Berlin
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„Ich saß in einem großen Wartesaal, und der hieß Europa. Acht Tage später fährt der Zug. Das wusste ich. Aber wohin er fuhr und was aus mir werden sollte, das wusste kein Mensch. Und jetzt sitzen wir wieder im Wartesaal, und wieder heißt er Europa! Und wieder wissen wir nicht, was geschehen wird. Wir leben provisorisch!“

Als der arbeitslose Werber Fabian nach der letzten und vor der nächsten durchzechten Nacht an der populären Pommesbude der Metropole erwacht, findet er sich in ungeheuren Zuständen wieder. Den letzten Krieg im Rücken, die nächsten im Kopf gibt sich die Bevölkerung hingebungsvoll dem Hedonismus hin. „Herrlich“, denkt sich Fabian und schlummert beruhigt wieder ein. Kurz darauf versammelt sich eine kleine Gruppe besorgt um den regungslosen jungen Mann. Zwei vervetterte Betreiber einer populären Pommesbude der Metropole, eine Kennerin des internationalen Filmrechts, ein aufstrebender Germanist in Lederslacks, die Männerbordellbetreiberin Frau Moll und eine kommunistische Drag-Queen fragen ihn: „Junger Mann, was nun?“
Dieser erwacht und entgegnet: „Soll ich hingehen oder nicht? Wozu soll ich vorwärtskommen? Wofür und wogegen? Warum sitz ich nicht zuhause bei meiner Mutter, wo man den Untergang Europas genauso gut abwarten kann? Was macht die Kugel in meiner linken Arschbacke? Wer macht meiner Mutter Tee? Wann kommen wir an und in welcher Begleitung? Ist, wenn die Kriege aus sind, Frieden?“ 
Gemeinsam entschließt man sich zu weiteren Untersuchungen in die Cousine weiterzuziehen.

Erich Kästners Großstadtroman von 1933 zeichnet ein hellsichtiges Porträt einer Gesellschaft im Umbruch. Mit scharfem Witz, grotesker Überzeichnung und tiefer Melancholie schildert Kästner das Berlin der späten Weimarer Republik, eine Welt voller politischer Radikalisierung und moralischer Verwahrlosung, in der sich niemand mehr dazu herablassen mag, dem anderen zuzuhören. Im Zentrum steht bei Kästner der junge Fabian als ironischer Beobachter, der nicht ins Handeln findet, in den Wirbeln der Großstadt abgetrieben wird und einsam untergeht. Oft werden die gespenstischen Parallelen des Romans zur Gegenwart als Prophezeiung einer Wiederkehr der selbigen und absoluten Katastrophe gelesen.

Im RZt will man nicht auf den kulturpessimistischen Entwurf eines unumgänglichen Untergangs vertrauen und lässt Fabian nicht allein durch die Großstadt taumeln. Eine Gruppe Außenseiter diskutiert gemeinsam die Fragilität von Moral, Empathie und Widerständigkeit inmitten heutiger Krisenerfahrungen in Form eigener Texte, Drag-Show-Elementen und der wummernden Beats der Hausband 21 downbeat. So entsteht ein flimmerndes Stadtbild von Berlin, das man in dieser Form wohl nur im RZt erleben kann.

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bühne Jacob Höhne Kostüm Beatrix Brandler Dramaturgie Joy von Wienskowski Regieassistenz Dalina Schambach